Wir brauchen Bäume, keine Kriegsmacht-Träume

Mittwoch, 16. September 2026

Aktion auf dem Bundesplatz anlässlich der Eröffnung der Herbstsession, am Montag 14. September 2026 Aktion auf dem Bundesplatz anlässlich der Eröffnung der Herbstsession, am Montag 14. September 2026

Am Montag, den 14. September waren wir in Bern, um die Parlamentarier:innen anlässlich der Eröffnung der Herbstsession vor dem Bundeshaus zu empfangen. Wir forderten das Parlament auf, die Mittel für den Waldschutz und die Anpassung an die Klimaerwärmung massiv zu erhöhen, statt in die Armee zu investieren.

Bei ihrer Ankunft haben wir die Parlamentarier:innen mit einem Regen aus Laub begrüsst, der die von Trockenheit, Bränden und Krankheiten heimgesuchten Wälder symbolisiert. Nach einem Sommer, der von starker Trockenheit und mehreren Hitzewellen geprägt war, müssen die Mittel zur Anpassung an den Klimawandel der sich verschärfenden Krise gerecht werden. 

Leider hatten wir unsere Westen noch nicht ganz angezogen, da stürzten sich bereits mehrere Polizist:innen auf unsere mit Laub gefüllten Säckli. Diese wurden beschlagnahmt, abtransportiert und in einem Transporter der Berner Polizei weggeschlossen.

Mehr Geld für die Bäume, nicht für Waffen!

Der Bundesrat schlägt ein Budget von 17,5 Millionen Franken pro Jahr für die Wälder vor. Im Frühling waren noch 25 Millionen Franken vorgesehen. Gleichzeitig plant er, der Armee eine Milliarde Franken zusätzlich zuzuweisen. Für uns und viele Bürger:innen in der Schweiz ist diese Prioritätensetzung unverständlich. Da die Auswirkungen des Klimakollaps unser Leben immer stärker beeinträchtigen, ist es dringend notwendig, die Mittel für Anpassungsmassnahmen zu erhöhen statt sie zu kürzen. Öffentliche Gelder müssen dazu dienen, unsere Ökosysteme, unsere Lebensqualität und unsere Zukunft zu schützen und nicht dazu, ein System aufrechtzuerhalten, das auf Tod und Zerstörung setzt. 

Anne, 64 Jahre, Aktivistin:

«Für mich sind diese Budgetentscheide absurd. Der Sommer, den wir gerade hinter uns haben, zeigt, dass die Klimaerwärmung unser Leben bereits beeinflusst. Als Frau über 60 gehöre ich zu den am stärksten gefährdeten Menschen. Ich habe mich noch nicht ganz von den Hitzewellen dieses Sommers erholt. Und wir wissen, dass es noch schlimmer werden wird. Wenn ich daran denke, in welchem Zustand wir die Natur und die Wälder unseren Kindern hinterlassen werden, weigere ich mich, tatenlos zuzusehen, wie sich ihre Zukunft verschlechtert. Wir haben die Mittel, um andere Entscheidungen zu treffen. An Geld mangelt es nicht, man muss sich nur entscheiden, was wirklich zählt.»

Wir hoffen, dass das Klima während der kommenden Tage der Parlamentssitzung nicht das gleiche Schicksal erleidet.

Denn auch wenn wir so tun, als gäbe es das nicht, wird uns die Realität einholen.

Top-News

Alle Kampagnen-News

News abonnieren

Verpasse keine unserer Aktionen und Anlässe!