Luftverschmutzung, Hitzewellen, Klimakatastrophen, Zerstörung von Ökosystemen durch Ölverschmutzung, Ausbreitung von Plastik in Ozeanen, Wäldern und im menschlichen Körper: Jedes Jahr tötet Erdöl direkt und indirekt Millionen von Lebewesen. Diese Abhängigkeit zu beenden ist der einzige Weg, Leben zu retten.
Die Verbrennung fossiler Brennstoffe führt weltweit jährlich zu rund 2,5 Millionen vorzeitigen Todesfällen aufgrund von Luftverschmutzung. In der Schweiz sind das 3'000 bis 4'500 Todesfälle pro Jahr. Hinter diesen Zahlen verbergen sich verkürzte Leben – hier und anderswo.
Doch Öl tötet auch, indem es die Klimaerwärmung antreibt. Bei einem Temperaturanstieg von +1,2 °C fordern Hitzewellen bereits mehr als 500’000 Todesopfer pro Jahr. Und wir sind auf dem Weg zu einem Anstieg von +2,5 bis +3 °C. Das bedeutet mehr Extremereignisse, zunehmende Wasserknappheit, sinkende Ernteerträge und eine sich verschärfende Ernährungsunsicherheit.
In jeder Phase, von der Förderung bis zum Verbrauch, zerstört Erdöl zudem das Lebendige: Ölkatastrophen, zerstörte Ökosysteme, allgegenwärtige Plastikverschmutzung. Der Mikroplastik aus dieser Industrie ist mittlerweile überall – in der Luft, im Wasser und sogar in unseren Organen. Dies führt zu Entzündungen, oxidativem Stress und Stoffwechselstörungen, stört das Hormonsystem (Bisphenole, Phthalate) und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-, Atemweg- und neurologische Erkrankungen.
Jeder Liter verbranntes Erdöl treibt dieses System an. Die Augen zu verschliessen verschlimmert die Lage. In einer Welt mit +3 °C werden diese Auswirkungen nicht «stärker» sein, sondern ausser Kontrolle geraten. Einigen Berichten zufolge könnte dies den Tod von vier Milliarden Menschen zur Folge haben.
Die anhaltende Abhängigkeit vom Erdöl ist nicht neutral. Es ist eine politische, wirtschaftliche und moralische Entscheidung. Eine Entscheidung, die unvorstellbar viele Menschenleben kostet.
Aber es ist auch eine Entscheidung, die wir gemeinsam ablehnen können.
Das Ziel unserer Kampagne «Öl tötet!» ist es, unsere Abhängigkeit vom Öl sichtbar zu machen und die Erdölindustrie in der Schweiz in die Verantwortung zu nehmen, indem wir die Erdölhändler auffordern, an jeder Zapfsäule einen Klimawarnhinweis anzubringen. Wir haben bereits Gespräche mit Migrol, Agrola, Volenergy und Avia aufgenommen, und ein Unternehmen ist bereit, Klimawarnungen an seinen Zapfsäulen anzubringen!
Vom 30. April bis 16. Mai verstärken wir den Druck während unseren Frühlingsaktionen. Fülle das Formular aus und schliesse dich der Bewegung an!











