Am Samstag, 9. Mai, haben sich über 120 Personen für eine Petro Detox Tour in Zürich versammelt, um sich aus der gemeinsamen Abhängigkeit von Erdöl befreit!
Die bewilligte Veranstaltung begann um 14.00 Uhr auf der Bürkliterrasse neben der Ganymed-Statue am See. An der ersten Station setzten sich die Teilnehmenden mit der Rolle von Erdöl im Alltag auseinander. Auf dem Weg zur Münsterbrücke wurde danach in einer kollektiven Performance der Übergang vom Wissen zum Handeln thematisiert. Mit einem schwarz-weissen Tropfenmeer veranschaulichten die Teilnehmenden die Bewegung des Wandels. Zum Abschluss ging es um die Integration der Lösungsansätze und Emotionen: Wie können wir gemeinsam aktiv werden, um aus der Abhängigkeit vom Erdöl herauszufinden? Vor dem Hauptsitz von Avenergy, der Erdöl-Vereinigung, wurden konkrete, sofort umsetzbare Klimaforderungen formuliert, und sichtbar gemacht, was die Kraft der Gemeinschaft in Zeiten der Klimakrise bewirken kann.
Die 15 Musiker:innen des JugendJazzOrchesters und die drei lokalen Chören feuerten die Petro-Entgiftung musikalisch an. So entstand ein Gesangsensemble, mit dem wir die Strassen Zürichs belebten und den transformativen Reinigungsprozess emotional in Schwung brachten!
Die beiden Detox-Guides Lilie und Aloe (Schauspieler:innen Sindy Tscherrig und Lou Meili) führten die Petro-Kurgäste mit Humor und Courage durch den Prozess der Loslösung aus der fossilen Mentalität.
Viele Tourist:innen und Passant:innen verfolgten das Spektakel neugierig, filmten und fotografierten. Einige von ihnen schlossen sich sogar spontan der Tour an, um sich ebenfalls mit der Detox von der Erdölabhängigkeit zu befreien.
Mathilde Cloux, Theaterautorin und Schauspielerin, hat den Text für die Tour verfasst. Sie schreibt:
Den Text für die Petro Detox Tour zu schreiben, hat mir sehr gut getan. Manchmal verliere ich die Zuversicht, was aus uns in der vielschichtigen Krise wird, die wir gerade durchleben. Gemeinsam mit Menschen etwas zu schaffen, mit denen ich Werte, Handlungsweisen sowie Kommunikations- und Interaktionsformen teile, bringt mich in Einklang mit dem, was ich tun kann und sein möchte. Es lässt mich auch mehr lernen: über die Geschichte des Erdöls und über konkrete Anlaufstellen, die Lösungen bieten, um etwa aus der Petrochemie auszusteigen – und das auf eine viel fliessendere und schönere Weise als bei der individuellen Informationssuche.
Kann Detox politisch sein? Die Antwort ist: Ja! Die Petro-Detox geht nun weiter: Fordern wir von der Erdöl-Vereinigung, die Wahrheit zu sagen und – wie beim Tabak – Warnhinweise an den Zapfsäulen anzubringen.





















