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Medienmitteilung von act now! | Donnerstag 8. Januar 2026 – 16.30 Uhr

Aktivist:innen von act now! vor dem Eingang des Sitzes von Avia in Lausanne am 8. Januar - credits: act now!

Aktion am Hauptsitz von Avia in Lausanne: Aktivisten:innen besetzen den Empfang. Sie fordern – wie bei Zigaretten – Warnhinweise auf Benzin.

Am Donnerstag, 8. Januar um 14.30 Uhr, führten 9 Aktivisten:innen der Bewegung «act now!» eine gewaltfreie Aktion am Hauptsitz des Erdölkonzern Avia in Lausanne durch. Es handelt sich um die zweite Aktion dieser Art nach der Besetzung der Räumlichkeiten von Tamoil Switzerland in Genf Anfang Dezember. Diese Aktionen folgen auf mehrere erfolglose Versuche der Aktivisten:innen, einen Dialog über die Anbringung von Warnhinweisen an Zapfsäulen, ähnlich wie bei Zigaretten, zu initiieren. Das Ziel der heutigen Aktion war es, einen Gesprächstermin mit dem Unternehmen zu vereinbaren.

Die Aktivist:innen gelangten um 14.30 an die Rezeption des Unternehmens. Sie entrollten Banner mit dem Titel der Kampagne «Öl tötet», und hielten eine Rede über den Grund ihrer Anwesenheit. Zwei Personen versuchten, mit den Verantwortlichen des Unternehmens ins Gespräch zu kommen, um einen Termin zu vereinbaren. 

Der Mitarbeiter vor Ort zeigte sich bereit, ihren Brief und ihre Botschaft an die zuständigen Vorgesetzten weiterzugeben, machte jedoch deutlich, dass diese nicht im Gebäude seien und sie das Gelände verlassen sollten. Als die Sirene ausgelöst wurde und weitere Mitarbeitende hinzukamen, forderte er sie eindringlich auf zu gehen und kündigte an, die Polizei zu rufen. Nach ihrem kurzen Statement entschieden sie die Aktivist:innen daraufhin, den Ort friedlich zu verlassen. Sie erwarten nun eine Antwort und klare Stellungnahme von Avia zu den vorgebrachten Anliegen.

Informationen über Benzin wie über Zigaretten

Die im September 2025 gestartete Kampagne «Öl tötet» der Bewegung act now! will das Bewusstsein unserer Gesellschaft für ihre tödliche Abhängigkeit vom Erdöl schärfen und die bestehenden Möglichkeiten, sich davon zu befreien, in den Vordergrund rücken. 

Die Aktivist:innen starteten ihre Kampagne mit einem Brief an die 13 grössten Erdölhändler der Schweiz, in dem sie diese aufforderten, an jeder Zapfsäule Klimawarnungen anzubringen, ähnlich den Gesundheitswarnungen auf Zigarettenpackungen: sachlich, aufrüttelnd und wissenschaftlich fundiert. 

In einem ersten Schritt schlugen die Aktivist:innen den betroffenen Unternehmen ein Treffen vor, um die Forderung zu diskutieren: Agrola, Avia, Combustia, Coop Pronto, ECSA energy, Eni, Jubin Frères, Migrol, Scall, Shell, SOCAR, Tamoil, Volenergy.

Bislang haben nur vier Unternehmen darauf reagiert. Mit Migrol, Agrola und Volenergy wird derzeit ein Dialog geführt, während Shell seine Ablehnung der Forderung per Post mitgeteilt hat. 

Eine grosse Verantwortung für den Klimakollaps

Das Jahr 2025 wird höchstwahrscheinlich das drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Erdölkonzerne tragen durch die Förderung und den Verkauf fossiler Brennstoffe, durch ihre Desinformationskampagne und ihre intensiven Lobbying-Bemühungen, mit denen sie den Kampf für den Klimaschutz behindern, eine erdrückende Verantwortung für den Klimakollaps. 

Aus Sicht der Bewegung act now! ist diese Forderung ein erster konkreter und einfach umzusetzender Schritt für Unternehmen, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Nachdem die Bewegung act now! jedem Unternehmen die Möglichkeit gegeben hat, auf ihre Forderung einzugehen, ist für das Frühjahr eine gross angelegte Aktionsreihe geplant. 

act now! in Kürze

Bei act now! vereinen sich Menschen jeden Alters und mit unterschiedlichem sozialen Umfeld im Aktivismus. Gemeinsam arbeiten sie am sozialen Wandel, um das Leben der heutigen und zukünftigen Generationen zu sichern. Sie entwickeln ihre individuelle und kollektive Handlungskraft. Durch ihr Engagement schaffen siewir Räume, die es vielen Menschen ermöglichen, sich auszudrücken, Freude zu erleben und sich zu engagieren – und das vor dem Hintergrund der aktuellen Klimakrise. act now! wurde von der Arbeit Dutzender Autor:innen, Aktivist:innen und Forscher:innen inspiriert. Diese Grundlagen haben sie dazu inspiriert, eine professionelle und in der Schweiz einzigartige Bewegung für die Bevölkerung zu schaffen.

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