Am 13. Juli hat die Kampagne «Öl tötet» einen neuen Meilenstein erreicht.
Vor dem Hauptsitz von Avenergy in Zürich haben wir unseren offenen Brief an deren Präsidenten, Olivier Fantino, übergeben. Der von über 2'000 Personen unterzeichnete Brief fordert die Schweizer Erdöl-Lobby auf, die Verantwortung ihrer Branche für die Klimakrise öffentlich anzuerkennen und einen Dialog über den raschen Ausstieg aus unserer Abhängigkeit vom Erdöl zu eröffnen.
Die Übergabe unseres Briefes ist nicht der Abschluss der Kampagne. Es ist der Beginn eines heute unumgänglich gewordenen Gesprächs.
Eröffnung des Dialogs mit der Erdöl-Lobby
Seit Beginn dieser Kampagne war es nie unser Ziel, Kritik nur um der Kritik willen zu üben. Wir wollen die Voraussetzungen für eine ehrliche Debatte über unsere Abhängigkeit vom Erdöl schaffen, und darüber, wie wir diese überwinden können.
Dieser Wandel kann nicht ohne alle betroffenen Akteur:innen gelingen, einschliesslich der Unternehmen, die gigantische Gewinne aus fossilen Energien ziehen und jede Klimapolitik bremsen. Deshalb haben wir uns entschieden, direkt auf die Schweizer Erdöl-Lobby zuzugehen: Avenergy vertritt die Interessen der wichtigsten Akteure der Erdölindustrie in der Schweiz.
Um einen ehrlichen und konstruktiven Dialog zu führen, haben wir nur eine Bedingung gestellt: von den Fakten auszugehen. Wir haben Avenergy und ihre Mitglieder aufgefordert, ihre Verantwortung für die Klimakrise öffentlich anzuerkennen.
Ein Dialog wurde aufgenommen, aber es gibt noch keine konkreten Massnahmen
Um dieses Eingeständnis in konkrete Massnahmen umzusetzen, haben wir Avenergy vorgeschlagen, Klimawarhinweisean den Zapfsäulen anzubringen. Ähnlich wie die Gesundheitswarnungen auf Tabakprodukten würden diese Botschaften die Konsument:innen beim Kauf über die klimatischen Folgen fossiler Treibstoffe informieren.
Solche Warnhinweise allein werden die Probleme der Klimakrise nicht lösen. Sie würden jedoch einen wichtigen Fortschritt für die Transparenz darstellen und dazu beitragen, eine echte öffentliche Debatte über unsere Abhängigkeit vom Erdöl und über die verfügbaren Alternativen anzustossen.
Im Anschluss an die symbolische Übergabe des offenen Briefes – eine Aktion, die von rund dreissig Unterstützer:innen der Bewegung vor den Büros von Avenergy durchgeführt wurde – trafen sich die beiden Aktivist:innen François Jakob und Laura von Niederhäusern mit dem neuen Geschäftsführer der Organisation, Olivier Fantino, sowie dem Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Ueli Bamert, zu einem ersten persönlichen Gespräch. Sie akzeptierten, die Forderung von act now! bei der nächsten Mitgliederversammlung der Organisation vorzustellenn, merkten jedoch an, dass eine Annahme des Vorschlags unwahrscheinlich sei.
Hilf uns, den Druck auf die Erdöl-Lobby zu erhöhen!
Die Übergabe dieses Briefes markiert einen neuen Meilenstein. Sie zeigt, dass die Forderung nach Transparenz und Verantwortlichkeit, für die sich unsere Bewegung einsetzt, immer breitere Unterstützung findet.
Der Dialog ist nun eröffnet. Wir werden dieses Kräfteverhältnis zugunsten der Bürger:innen weiter ausbauen, bis die Erdölindustrie ihre Verantwortung voll und ganz übernimmt und ebenfalls dazu beiträgt, den Ausstieg aus fossilen Energien voranzutreiben.
Um konkrete Fortschritte zu erzielen, müssen wir immer zahlreicher werden.
Macht bei den nächsten Aktionen der Kampagne «Öl tötet» mit, mobilisiert euch und lasst uns gemeinsam dazu beitragen, dass die Wahrheit über das Erdöl zu einem unverzichtbaren Thema der öffentlichen Debatte wird.


























